Schwerpunkt Blockheizkraftwerk - auch in vier eigenen Filmen beleuchtet

Strom und Wärme erzeugen im Heizungskeller lohnt sich auch finanziell wie die mittlerweile vier BHKW Filme zeigen:
 

BHKW-schnell erklärt
BHKW-Film
BHKW im Hotel- und Gaststättengewebe
BHKW in Denkmalgeschützten und Fachwerkhäusern

 

Selbst Strom und Wärme im Heizungskeller erzeugen durch Blockheizkraftwerke (BHKW)

In Japan sind sie schon seit 2003 am Markt und auch in Deutschland werden sie beliebter: Die für den Wärmebedarf von größeren Einfamilienhäusern passende Blockheizkraftwerke. In den Abmessungen nicht größer als ein Heizkessel, erzeugen die kleinen Motoren Strom und heizen mit ihrer Abwärme teilweise das Haus. Mit 1-2 kW elektrischer Leistung und 2,5-3,5 kW thermischer Leistung passen sie in viele Einfamilienhäuser, ohne überdimensioniert zu sein. Der darüber hinaus gehender Wärmebedarf wird durch einen kleinen Zusatz-Brennwertkessel bedient. Ein Pufferspeicher ermöglicht einen Betrieb bei erhöhtem Strombedarf. Wenn das Haus wenig Wärmebedarf hat, wird die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme hier zwischengespeichert. Das macht sie besonders für die kommunalen Versorgungsunternehmen interessant. In über 200.000 hessischen Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern, sowie gewerblichen Immobilien, z.B. Hotels, Rathäusern usw. könnten demnächst BHKW`s immer dann laufen, wenn erhöhter Strombedarf im Netz vorliegt. Als Energien sind geeignet: Erdgas, Flüssiggas und Heizöl oder Diesel. 

Neben den bekannten Fahrzeugmotoren gibt es auch den Stirlingmotor, der besonders für kleine Gebäude geeignet ist. Für Einfamilienhäuser sind die Aggregate mit 1-2 kW elektrisch geeignet. Für größere Gebäude gibt es größere BHKW's mit 4,5 bis 50 kW elektrisch und entsprechenden Heizleistungen. Große hessische Heizkesselhersteller bieten BHKW mit beiden Antriebsarten.

Durch die gemeinsame Erzeugung von Kraft und Wärme wird der Strom aus Altkraftwerken ersetzt, die ihre Abwärme in die Luft oder die Flüsse leiten. Das macht die höhere Effizienz des BHKW aus und deshalb haben wir in Hessen das Ziel formuliert, dass die Kraft-Wärme-Kopplung bis 2020 rund 20 % unseres Wärmemarktes umfassen soll.

Um dieses Ziel zu erreichen hat Hessen zur Beschleunigung des Markteintritts von hocheffizienten Mikro-KWK-Anlagenund hat hierfür ein Programm zur Förderung von Mikro-KWK-Anlagen durch Contracting aufgelegt.
 

Hessen: Förderprogramm Contracting Mini BHKW

 

Förderung
Blockheizkraftwerke werden ganz unterschiedlich gefördert. Hier gibt es mehrere Förder- und Finanzierungshilfen: Zuschüsse und Kredite der KFW Bank und der BAFA, Förderungen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) und nach dem Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) sowie die regionale BHKW Förderung. Der Unterschied liegt in der Höhe und Dauer der Zuschüsse. So schreibt das KWK Gesetz eine Förderung von 10 Jahren vor, nach dem EEG beträgt die Förderungshöchstdauer 20 Jahre. Eine Förderung nach dem EEG greift jedoch nur, wenn das BHKW mit regenerativen Energien betrieben wird.

 

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW)
Bundesanstalt für Wirschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) - Stromvergütung nach dem KWKG

 

hessenENERGIE:

Sie beschäftigt sich mit dem Einsatz kleiner BHKW-Anlagen:

"Als erste Richtwerte für den Bedarf, bei dem sich ein BHKW-Einsatz lohnt, kann eine Jahreswärmemenge von mindestens 120.000 Kilowattstunden sowie ein jährlicher Stromverbrauch von etwa 40.000 Kilowattstunden dienen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass ein BHKW diese Energien in einem festen Verhältnis von etwa zwei Teilen Wärme zu einem Teil Strom erzeugt. Die thermische Leistung des Klein-BHKW sollte in der Regel 10 bis 15 % der benötigten Wärmeleistung des zu versorgenden Objektes betragen, damit eine hohe Laufzeit (mehr als 5.000 Stunden im Jahr) erreicht werden kann.

Als Objekte für den Einsatz von Klein-BHKW kommen zum Beispiel in Betracht:

- Hotels und Gaststätten
- Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser
- Sportstätten und Schulen mit Sporteinrichtungen
- Gewerbebetriebe und Supermärkte
- Verwaltungsgebäude

Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen eignen sich insbesondere dann, wenn der Warmwasserbedarf über ein Zentralheizungssystem gedeckt wird und wenn der erzeugte Strom im Objekt genutzt werden kann und somit Strombezug aus dem Netz ersetzt. Im einfachsten Fall wird das BHKW neben den Heizkessel gestellt. Die Einbindung in die Heizung wird so ausgeführt, dass bei Bedarf ein Betrieb wie bisher, also ohne das BHKW, möglich ist. Ein Klein-BHKW kann nicht nur in Neubauten sondern auch in das bestehende Heizungssystem von vorhandenen Gebäuden eingebunden werden." (hessenENERGIE)

Die hessenENERGIE bietet im Auftrag des Landes Hessen eine kostenfreie Kurzberatung in Form eines Objektchecks an: 

www.hessenenergie.de/Objektcheck



Weitere interessante Links und Informationen:
 

Link: Energieland Hessen
Link: Verbaucherzentrale
Berechnungshilfe BHKW
Broschüre: Förderung von Mini KWK
Broschüre: Liste von Mini KWK