Energiepass Hessen Seite 4
Maßnahmebeschreibung:

Hier bekommen Sie die prozentuale Einsparung für die jeweilige Maßnahme genannt. Die Einsparung wird zusätzlich in kWh/Jahr ausgedrückt. Wenn Sie diese Angabe in Liter Heizöl oder m³ Erdgas umrechnen wollen, finden Sie die Umrechnungswerte auf Seite 2. Beispiel: Eine Einsparung von  6410 kWh/Jahr wären 641 Liter Heizöl oder 641 m³ Erdgas pro Jahr (10 kWh =
1 Liter Heizöl).

Investitionskosten insgesamt:

Hier wird geschätzt, wie hoch die Gesamtkosten für die Energiesparmaßnahmen sind. Zum Beispiel bei einer Außenwanddämmung die Kosten für Gerüst, Baustelleneinrichtung, Putzvorbehandlung, Dämmplatten, Armierungsgewebe und Anbringung, breitere Fensterbänke, Neuverputz und sonstiger Zusatzaufwand durch die Dämmung.

In der Energieberatung können die Kosten nur geschätzt werden, da noch keine Ausschreibung vorliegt.

Davon Zusatzkosten Dämmung:

Hier stehen die Mehrkosten, die auf den „Energiesparanteil“ der Maßnahme entfallen. Im obigen Beispiel Außenwanddämmung sind das die Kosten für Dämmplatte, Armierungsgewebe und Anbringung, Zusatzkosten für Mehraufwand bei Fensterbänken, Regenrohren usw. Nur diese Kosten entstehen zusätzlich, wenn Sie das Bauteil ohnehin erneuern mussten (Handeln im Bauteilinstandsetzungszeitpunkt).

Es gibt auch Maßnahmen wie die Solaranlage oder die Kellerdeckendämmung, bei denen die Gesamtkosten und die Zusatzkosten dieselben sind. Dann gibt es keinen Instandsetzungszeitpunkt, sondern die vollen Investitonskosten entstehen durch die Energiesparmaßnahme.

Wirtschaftlichkeit:

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt Ihnen, ob Ihr Geld gut angelegt ist. Wir berechnen sie mit der Methode der „dynamischen Wirtschaftlichkeitsberechnung“ (Kapitalwertmethode). Wir setzen dabei ein: Energiepreissteigerung 5 Prozent pro Jahr, Kapitalzins 5,5 Prozent pro Jahr. Es wird rechnerisch verglichen, ob Ihre Investition sich durch die langjährigen Heizkosteneinsparungen zurückzahlt.

Zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit kann der Berater aus drei Maßstäben auswählen, wovon Ihnen dann nur der ausgewählte angezeigt wird:

  • Amortisation: Hier wird die Frage beantwortet, wieviel Jahre es dauert, bis sich die Investition aus der Heizkosteneinsparung zurückgezahlt hat. Die zukünftige Heizkostenersparnis wird hierzu mit dem Kapitalzins auf ihren heutigen Geldwert „abgezinst“, damit die heute zu zahlenden Investitionskosten (Barwert Investition) nicht mit zukünftigen Wert der Heizkostenersparnisse verglichen werden, sondern mit ihrem heutigen, also Äpfel mit Äpfeln.
  • Interner Zinsfuß: Hier wird dargestellt, bei welchem Zinsfuß der Kapitaleinsatz und die Heizkosteneinsparung zu Null aufgehen. Vergleichen kann man ihn mit dem Anlagezins, der heute mit 3 bis4 Prozent schon als „gut“ gilt, während die Energieeinsparung durch interne Zinsfüße häufig über 10 Prozent glänzt.
  • Kosten der eingesparten kWh: Hier wird die über die Nutzungsdauer auf gleiche Jahresanteile verteilte Investitionssumme durch die jährliche Energieeinsparung der Maßnahme geteilt. Man sieht, ob das Geld in die jeweilige Energiespartechnik besser angelegt ist, als es weiterhin zum Ankauf von Brennstoffen auszugeben. Zum Vergleich ziehen Sie ihre Brennstoffkosten heran (Cent pro kWh, bei Heizöl den Literpreis durch 10 kWh teilen).