nächstes Beispielgebäude

"Trotz Ensembleschutz wohnen wir heute in einem modernen Haus"

 

Sanierungsergebnis
Vorher Nachher
Endenergiebedaf für Heizung und Warmwasser alt:

34 Liter Heizöl/(m²a)

Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasser neu:

5,5 Liter Heizöl/(m²a)

Tatsächlicher Verbrauch für Heizung und Warmwasser:

ca. 6 Liter Heizöl/(m²a)

 

1796 wurde das ehemalige Bauernhaus komplett in Fachwerkbauweise errichtet. Im 20. Jahrhundert wurden dann nach und nach einige Fachwerkwände wegen Feuchteschäden durch Mauerwerkswände ersetzt. Bewohnt wurde das Haus bis in die 1990er Jahre bis eine Instandsetzung unumgänglich wurde.

Im ursprünglichen Zustand wurden für die Beheizung rund 12 Festmeter Holz pro Jahr verbraucht und zusätzlich rund zweihundert Liter Heizöl für den Badeofen. Das restliche Warmwasser wurde mit Elektrospeichern bereitgestellt.

Ziel der Modernisierung waren neben der ehrgeizigen energetischen Verbesserung eine Wohnflächenvergrößerung durch den Dachgeschoßausbau.


 


Die Maßnahmen im Einzelnen

Dach
Die vorhandenen alten Dachsparren wurden mit einer 22 cm Holzbohle seitlich verstärkt. Als Aufsparrendämmung dient eine 3,5 cm starke Holzweichfaserplatte. Unter den Sparren ist die Dampfbremspappe eingebaut. Der Zwischenraum ist mit Zellulosefasern ausgeblasen. Darunter gibt es ein 5 cm Installationsebene in der Kabel und Heizungsrohre verlaufen und die mit einer Holzfasermatte zusätzlich ausgedämmt wurde. Als Innenverkleidung dient ein Gipsfaserplatte, die direkt mit einem Lehmstreichputz gestrichen wurde.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Außenwände
Die Mauerwerkswände wurden mit einer 6 cm Holzweichfaserplatte von Außen gedämmt. Zusätzlich gibt es eine Innendämmung mit rund 10 cm Zellulose einer Dampfbremspappe und eine 5 cm Konstruktionsebene die mit Holzfasermatten gedämmt wurde.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Fußboden auf Erdreichbereich
Das Haus ist nicht unterkellert. Daher wurde um Platz für eine ausreichende Dämmstoffdicke im Fußbodenbereich zu schaffen das Erdreich im Erdgeschoss um 50 cm abgetragen. Auf einer Sandschicht liegt dann eine 10 cm Perimeterdämmung, die die Fußbodenplatte und die daraufstehenden Innenwände trägt. Zwischen Beton und Holzfüßboden gibt es weitere 8 cm Zellulosedämmung. Im Bad gibt es zwischen Beton und Estrich noch 5 cm Polystyrol.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Fenster und Türen
Die Fesnter und die Haustür mussten wegen des Denkmalschutzes in Vollholz ausgeführt werden. Die Verglasung hat einen U-Wert von 1,1 W/m²K mit warmer Kante.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Heizung/Warmwasser
Die ursprüngliche Holzheizung ersetzt nun eine Nahwärmeversorgung (Pelletheizung) die im benachbarten Haus steht. Zusätzlich dient eine thermische Solaranlage zur solaren Trinkwarmwasserbereitung.



zurück zur Gebäudeübersicht