6 Schritte zum 10-Liter-Haus

 

Beim Energie sparen gibt es einen einfachen Zusammenhang: Durch Wärmedämmung an der Gebäudehülle wird der bisherige Heizenergieverbrauch einfach „weggespart“. Der Rest wird dann rationell durch moderne Heiztechnik oder Solartechnik gedeckt. Wer auf die Wärmedämmung verzichtet, wird feststellen müssen, dass sein Verbrauch hoch bleibt.

Wärmedämmung ist der Schlüssel zur Lösung des Klimaproblems: Wenn Sie Ihr Haus solar voll versorgen wollen, setzt das einen enorm niedrigeren Heizenergieverbrauch voraus. Wenn Ihr Energieverbrauch heute bei 20 Litern Heizöl pro m² und Jahr liegt, muss er zunächst durch Wärmeschutzmaßnahme auf zweiLiter pro m² und Jahr abgesenkt werden. Das ist der maximal mögliche Jahres-Solarertrag. Wärmedämmung und Sonnenenergienutzung hängen also eng zusammen. Oder: durch Energieeinsparung bereiten wir unsere Häuser langfristig auf eine solare Zukunft vor.

 

 

Außenwanddämmung

Die Dämmung sollte 12 bis 14 cm stark ausgeführt werden. Mineralwolle, Polystyrol, Kork, Holzweichfaserplatten  das ist nur eine Frage der Kosten. Außen- und Innendämmung ist möglich, die Innendämmung würde 6 bis 8 cm dick ausgeführt. Die Dämmschicht kann verputzt (WDVS) oder mit Platten verkleidet werden (Vorhangfassade). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dachdämmung

Die Dämmschicht sollte 20 cm nicht unterschreiten. Man kann zwischen und unter dem Sparren dämmen. Auch auf dem Sparren sind Dämmplatten möglich. Raumseitig der Dämmung ist eine luftdichtende Schicht erforderlich, um Feuchteschäden und Zugluft zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

 

  

Neue Fenster

Die heute übliche Wärmeschutz-Isolierverglasung bietet den Wärmeschutz einer 38 cm kaiserzeitlichen Ziegelwand. Dies ist eine kleine technische Revolution. Noch ein Plus: neue Verglasungen schaffen Behaglichkeit in Fensternähe.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kellerdeckendämmung

 

Mit einer Kellerdeckendämmung von 6 bis 8 cm gehört Fußkälte der Vergangenheit an. Die Dämmplatten werden von unten an die Kellerdecke geklebt. Viele Dämmstoffe kommen in Frage.

 

 

 

 

 

 

 

Heizung + Warmwasser

 

Heute hat sich der Brennwertkessel für Gas oder Öl durchgesetzt. Er nutzt sogar die Wärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes für die Heizung. Die Warmwasserbereitung geschieht am besten mit dem Kessel kombiniert mit Solarwärme.

 

 

 

 

 

 

 

Solartechnik für das Dach

 

4 bis 6 m² Sonnenkollektoren ersetzen in unseren Breiten 100 bis 200 Liter Heizöl pro Jahr für die Warmwasserbereitung. Sonnenkollektoren erzeugen warmes Wasser und der Kessel kann im Sommer ganz ausgestellt werden. Eine Solarzellen-Anlage erzeugt hingegen Strom. Aus 10 m² Solarzellenfläche kann man pro Jahr ca. 800 bis 900 kWh gewinnen, das ist ein Viertel des durchschnittlichen Haushaltsstromverbrauchs. 

 

 

 

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